FAQ
Ablauf & Zusammenarbeit
Wie läuft die Zusammenarbeit ab?
Wir starten immer mit einem Erstgespräch. Darin schauen wir gemeinsam, was bei Dir gerade wirklich los ist, was Du brauchst, und mit welchem meiner Angebote ich Dich am besten unterstützen kann. Danach entscheidest Du in Ruhe. Was wir machen, richtet sich nach Dir: in Format, Tiefe und Tempo.
Für wen ist Deine Arbeit, und für wen nicht?
Meine Arbeit ist für Dich, wenn Du in alten People-Pleasing-Mustern feststeckst. Wenn Du nach außen funktionierst und innerlich erschöpft bist. Wenn Du längst verstanden hast, dass Du ein People Pleaser bist, und es trotzdem weiter tust. Und wenn Du bereit bist, nicht nur zu verstehen, sondern auch auf der Ebene zu arbeiten, auf der das Muster wirklich sitzt.
Sie ist nicht für Dich, wenn Du eine schnelle Technik für zwischendurch suchst oder jemanden, der Dir sagt, was Du tun sollst. Wir gehen tiefer.
Arbeitest Du online oder in Präsenz?
Beides. Viele meiner Klientinnen arbeiten online mit mir, aus dem ganzen deutschsprachigen Raum, und erleben es als genauso tief und wirksam wie ein Treffen in Präsenz. Alles, was Du brauchst, ist ein ungestörter Ort und eine stabile Internetverbindung. Und wenn Du lieber in Präsenz arbeitest, bist Du bei mir vor Ort herzlich willkommen.
Ich habe schon Therapie und Coachings gemacht und trotzdem ändert sich nichts. Was machst Du anders?
Ich bleibe nicht beim Verstehen stehen. Du hast schon viel verstanden, und genau das ist das Frustrierende: Verändert und gelöst hat sich trotzdem nichts. Denn: Dein Muster sitzt nicht im Kopf, sondern tiefer, im Unterbewusstsein und im Nervensystem. Und genau diese Ebenen erreichst Du mit reinem Nachdenken nicht. Mit Hypnose und Nervensystemarbeit schon.
Warum komme ich aus dem Funktionsmodus nicht raus, obwohl ich genau weiß, wie es ginge?
Weil Wissen und Verändern zwei verschiedene Dinge sind. Dein Funktionsmodus ist kein Willensthema und keine Disziplinfrage. Er ist eine tief eingeübte Schutzreaktion Deines Nervensystems, oft seit Jahrzehnten. Solange diese Reaktion automatisch anspringt, hilft das beste Wissen nichts. Mit Hypnose kommen wir an die Ursache darunter, an die Dein Verstand nicht herankommt. Und mit der Nervensystemarbeit lernt Dein System, dass es nicht mehr in den alten Schutz springen muss.
Ist das hier Therapie?
Nein. Ich bin Coachin, keine Therapeutin, und meine Arbeit ist kein Ersatz für eine ärztliche, psychiatrische oder psychotherapeutische Behandlung. Ich stelle keine Diagnosen und behandle keine Erkrankungen. Es geht um die Muster, die Dein heutiges Erleben prägen, um Selbstreflexion und darum, Deine eigenen Ressourcen zu stärken.
Mein Coaching setzt eine normale psychische und körperliche Belastbarkeit voraus. Wenn bei Dir eine behandlungsbedürftige psychische Erkrankung vorliegt oder diagnostiziert wurde, sprich bitte zuerst mit Deiner Ärztin oder Therapeutin, bevor wir zusammenarbeiten.
Rund um Hypnose
Bin ich in Hypnose ausgeliefert oder manipulierbar?
Nein, und ich verstehe gut, dass diese Sorge da ist. Hypnose hat durch Bühnen-Shows einen eher zweifelhaften Ruf. In Wahrheit ist sie ein ganz natürlicher Zustand, den Du längst kennst: dieses Versunkensein, wenn Du ein gutes Buch liest, einen mitreißenden Film schaust oder beim Autofahren die Abfahrt verpasst, weil Du so in Gedanken warst.
In diesem Zustand ist Dein bewusster Verstand ruhiger, und wir kommen leichter an die tieferen Schichten, in denen Dein Muster gespeichert ist. Du bist die ganze Zeit wach und bekommst alles mit. Wir sprechen miteinander, Du kannst jederzeit etwas sagen, nachfragen oder innehalten. Ich führe Dich behutsam, aber nichts geschieht gegen Deinen Willen. Die Kontrolle bleibt immer bei Dir.
Funktioniert Hypnose auch online?
Ja, und oft sogar besonders gut. Du bist in Deiner vertrauten Umgebung, auf Deinem eigenen Sofa, mit Deiner Decke. Dein Nervensystem fühlt sich dort sicher, und genau diese Sicherheit ist es, die Hypnose tief wirken lässt.
Für die Hypnose selbst zählt ohnehin nicht, ob wir im selben Raum sind. Es zählt, dass Du Dich fallenlassen kannst und meine Stimme Dich führt. Beides geht über den Bildschirm genauso wie nebeneinander. Du brauchst nur einen ungestörten Ort, Kopfhörer und eine stabile Internetverbindung.
Ist Hypnose gefährlich?
Nein. Hypnose ist ein sanfter, natürlicher Zustand, in dem Dir nichts passieren kann. Du fällst nicht in ein Loch, Du verlierst Dich nicht, Du bist kein willenloser Zombie und Du bleibst die ganze Zeit Du selbst. Gefährlich wird Hypnose höchstens für die alten Muster, die Dich bisher festgehalten haben ;-)
Wie funktioniert Hypnose?
Hypnose ist ein natürlicher Zustand tiefer Entspannung bei gleichzeitig hoher innerer Aufmerksamkeit. Dein analytischer Verstand wird ruhiger, und Dein Unterbewusstsein wird zugänglich. So erreichen wir die tief gespeicherten Muster, Glaubenssätze und frühen Erfahrungen, die Dein Verhalten bis heute unbewusst steuern.
Wie fühlt sich Hypnose an?
Die meisten beschreiben einen Zustand tiefer Ruhe und Schwere, in dem der Kopf endlich wirklich still wird. Manche spüren ein leichtes Kribbeln, andere fühlen sich wie in Watte gepackt. Fast alle sagen hinterher: Es war viel angenehmer als erwartet.
Schläft man in Hypnose?
Nein. Auch wenn sich der Zustand manchmal wie kurz vor dem Einschlafen anfühlt, bist Du wach und aufmerksam.
Kann man in der Hypnose steckenbleiben?
Nein, das ist schlicht nicht möglich. Selbst ohne mein Zutun würdest Du von ganz allein in Deinen normalen Wachzustand zurückkehren.
Funktioniert Hypnose bei jedem?
Grundsätzlich ist jeder Mensch hypnotisierbar. Es braucht nur eine Sache von Dir: die Bereitschaft, Dich darauf einzulassen.
Hypnotisierst Du mit einem Pendel?
Nein. Das Pendel ist ein Mythos aus Film und Fernsehen. Ich arbeite mit Sprache, mit Bildern und mit Deiner Vorstellungskraft, um Dich in einen ruhigen Trancezustand zu begleiten.
Rund um die Arbeit mit dem Nervensystem
Was ist Nervensystemarbeit überhaupt?
Dein autonomes Nervensystem steuert, ob Du in Anspannung bist oder in Ruhe, und zwar automatisch, ohne dass Du es bewusst steuerst. Es prüft fortlaufend, ob Du gerade sicher bist, und geht blitzschnell in den Schutzmodus, sobald etwas unsicher wirkt. Bei People-Pleasing heißt Schutz oft: anpassen, funktionieren, bloß nicht anecken.
In der Nervensystemarbeit lernt Dein System Schritt für Schritt, dass es auch dann sicher sein darf, wenn Du nicht funktionierst, nicht für alle da bist oder Nein sagst. Es geht nicht darum, Dich für den Moment zu beruhigen, sondern darum, dass Ruhe und Sicherheit zu Deinem neuen Normalzustand werden.
Was ist ein reguliertes Nervensystem?
Ein reguliertes Nervensystem ist nicht eins, das immer ruhig ist. Das wäre weder möglich noch gesund. Es ist eins, das flexibel reagiert: Es darf hochfahren, wenn etwas anliegt, und es findet danach von allein wieder zurück in die Ruhe. Stress ist also nicht das Problem. Das Problem ist, im Stress festzustecken und nicht mehr rauszukommen. Reguliert heißt nicht immer entspannt, sondern flexibel, beweglich, anpassbar.
Was hat mein Nervensystem mit People-Pleasing zu tun?
Womöglich mehr, als Du denkst. People-Pleasing ist keine Charaktersache, sondern eine Schutzreaktion Deines Nervensystems. Wo es entsteht, hat das System früh die Erfahrung gemacht: Sicherheit und Zugehörigkeit gibt es dann, wenn Du lieb und angepasst bist, wenn Du leistest und funktionierst, keinen Ärger machst und bloß nicht auffällst. Was Dich früher geschützt hat, läuft heute automatisch weiter. Genau deshalb springt das Muster an, lange bevor der Verstand mitredet.
Warum reagiere ich oft, bevor ich überhaupt die Chance hatte, nachzudenken?
Weil Dein Nervensystem viel schneller ist als Dein Verstand. Es bewertet eine Situation in Millisekunden als sicher oder unsicher und löst die passende Reaktion aus, lange bevor Dein bewusstes Denken anspringt. Deshalb sagst Du Ja, nickst automatisch, passt Dich an oder sicherst die Harmonie, und wunderst Dich hinterher, warum. Nicht Dein Wille ist zu schwach. Dein System war einfach schneller.
Was machen wir in der Nervensystemarbeit konkret? Muss ich dafür Körperübungen machen oder mich bewegen?
Wir arbeiten mit Wahrnehmung, mit Deinem Körpergefühl und mit kleinen, gezielten Übungen, die Dein System wieder in Sicherheit bringen. Das ist nichts Spektakuläres und nichts, wofür Du Dich auf den Boden legen oder verrenken musst. Vieles passiert im Sitzen, im Spüren, im ruhigen Hinwenden. Du musst nichts können und nichts leisten. Genau darum geht es ja.
Brauche ich beides, Hypnose und Nervensystemarbeit, oder reicht eins?
Mit Hypnose kommen wir an die Ursache Deiner Themen, dorthin, wo ein Muster entstanden ist. Mit der Nervensystemarbeit lernt Dein Körper, die Veränderung auch zu halten, wenn der Alltag wieder stressig wird. Hypnose löst, Nervensystemarbeit stabilisiert. Je nach Thema setze ich sie einzeln ein, ihre volle Wirkung zeigen sie im Zusammenspiel.
Wie lange dauert es, bis sich mein Nervensystem verändert? Woran merke ich, dass sich etwas verändert?
Das ist verschieden. Dein System verändert sich nicht auf Knopfdruck, aber oft schneller, als Du denkst. Erste Veränderungen merkst Du meist nicht als großen Knall, sondern im Kleinen: Du grübelst nach einem Gespräch nicht mehr stundenlang. Du sagst Nein, ohne tagelang ein schlechtes Gewissen zu haben. Du merkst mitten in einer Situation, dass Du ruhig bleibst, wo Du früher angesprungen wärst. Diese kleinen Momente sind das Fundament, und sie summieren sich.
Ist Nervensystemarbeit wissenschaftlich fundiert?
Ja. Die Arbeit stützt sich auf die Stressforschung und auf Modelle wie die Polyvagal-Theorie, die beschreiben, wie unser Nervensystem zwischen Sicherheit, Stress und Rückzug wechselt. Wichtig ist mir die ehrliche Einordnung: Diese Modelle sind hilfreiche Landkarten, keine medizinischen Diagnosen und kein Heilversprechen. Sie helfen uns zu verstehen, was in Dir passiert, und Dir konkrete Wege zur Regulation an die Hand zu geben.
